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Jens Berger macht in diesem Beitrag auf die „Polarisierung und das zunehmende Auseinanderdriften der Fraktionen“ beim Thema Corona aufmerksam – am Beispiel der WDR-Sendung „Ihre Meinung“. Das Format hatte auch Kritiker der Corona-Maßnahmen – u.a. Juristen und Mediziner – zu Wort kommen lassen. Es folgte ein Shitstorm in den sozialen Medien durch die „Lockdown-Fraktion“. Jens Berger schlussfolgert, dass die gesellschaftliche Spaltung „eine Folge des gleichförmigen politischen Diskurses“ und „mehr noch der gleichförmigen Berichterstattung der Medien“ ist.
Zahlreiche Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten haben die Sendung gesehen und auf Jens Bergers Beitrag geantwortet. Die Zustimmung zum Inhalt ist groß. Wir bedanken uns sehr für die Antworten. Es folgt eine Auswahl der Leserbriefe. Zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Hallo Jens Berger,

das Verhalten der Zeugen Coronas ist nicht verwunderlich. Der Abfall vom rechten und echten Glauben ist und war für religiöse Fanatiker schon immer eine Todsünde. Auch die Wissenschaft ist Religioten verhasst. Das ist bei den Zeugen Coronas nicht anders.

Die Wissenschaft nagt an den Glaubensbekenntnissem der Zeugen Coronas und bedroht diese. Schon der Hinweis, dass SARS-CoV-2 mit einer Letalität, Indection Fatility Rate IFR, nach aktuellen Kenntnissen mit rund 0,3% weder mit der Hong Kong Grippe aus dem Ende der 1960er und einer IFR von rund 0,5% und der asiatischen Grippe Ende der 1950er mit 0,7% nicht das Wasser reichen kann ist den Zeugen Coronas ein Greul.

Das der Satan-CoV-2 eine üble Ausgeburt der Hölle ist darf auch nicht mit den Hinweisen auf die Massentötungen im Rahmen von Studien wie Solidarity, Recovery und einigen anderen durch eine Überdosis des Chininersatzstoff Hydroxychloroquin (HCQ) gestört werden. Die Allmacht des Satan-CoV-2 darf nicht hinterfragt werden. Das wäre Blasphemie.

Wissenschaft ist für diese Religioten ein Angriff auf die reine Seele, aus der Hölle des Wahnsinn. Schon der Hinweis auf die erste Ableitung der Übersterblichkeit, in den Ländern mit dieser, ist in deren Augen nackter Wahnsinn. Zeigt doch das sehr sehr steile Schneiden der Null-Linie eindeutig auf, dass ein Virus wie der allmächtige Satan-CoV-2 viel zu langsam wäre um in einem System so eine schnelle Sprungantwort zu liefern. Und das würde die Blasphemie des tödlichen HCQ fordern und fördern.

Jeder noch so dezente Hinweis auf die extremen Schwächen und Fehler im Glaubensbekenntnis wird als persönliche Bedrohung wahr genommen. Dieser Frevel wird mit den Vorwürfen Covidiot und Corona-Leugner, um diese in die Nähe zur Holocaustleugnung und damit zu den Nazis zu rücken.

Wir haben es bei den Zeugen Coronas eindeutig mit einer typischen Weltuntergangssekte zu tun. Dazu ist diese noch sehr aggressiv im Umgang mit Denkenden. Die gewohnte Formulierung Andersdenkende ist hier fehl am Platz. Die Zeugen Coronas sind Glaubende, aber eher keine Denkenden.

Ich habe keine Ahnung wie man diese verwirrten und verirrten Seelen dieser Sekte entreißen kann. Möglicherweise kann professionelle Hilfe bei den Angststörungen und Waschzwängen Linderung schaffen. Vielleicht kann man dadurch den Einstieg in den Ausstieg leichter machen? Vielleicht wäre auch Bildung ein Schlüssel zum Ausstieg? Mathematik/Statistik für Anfänger wäre da schon ein großer Sprung nach vorne in die modernen Zeiten der Aufklärung. Oder ist mein Menschenbild da doch zu optimistisch? Ist dieser Teil der Menschheit noch immer nicht in der Aufklärung angekommen, sondern steckt geistig immer noch im finsteren Mittelalter, braucht da noch einige Jahrhunderte geistiger Entwicklung?

Und was ist wenn diese Weltuntergangssekte zum Massenselbstmord übergeht? Dies geschah immer wieder mit Weltuntergangssekten, warum nicht auch mit den Zeugen Coronas? Wie können die Kollateralschäden so gering wie möglich gehalten werden? Immerhin haben wir es mit der größten Weltuntergangssekte seit Menschengedenken zu tun. Ja, wir leben in schwierigen Zeiten. Es ist nicht leicht Antworten auf diese Probleme zu finden.

MfG (Mit fiesem Grinsen)
Uwe Borchert


2. Leserbrief

Hallo Team der Nachdenkseiten,

gut zum heutigen Artikel von Jens Berger passt meine eigene Beobachtung. Ich bin bei einem DAX30 Unternehmen tätig. Wir Mitarbeiter werden in den letzten Wochen immer wieder dazu aufgefordert, Haltung im Netz und in den sozialen Medien zu zeigen. Das verwundert mich, passt es doch überhaupt nicht zu meiner beruflichen Tätigkeit. Es werden sogar Seminare und Anleitungen dazu angeboten, wie man gegen Hass im Netz vorgehen soll. Durch gezielte Gegenrede soll die Meinungsfreiheit verteidigt und die Deutungshoheit nicht einzelnen oder den “falschen” überlassen werden. Auffällig ist dabei, dass es offensichtlich guten und schlechten Hass gibt. So ist es in Ordnung so genannte Querdenker, Verschwörungstheoretiker und Spinner zu beschimpfen (guter Hass). Dieser Hass soll explizit nicht bekämpft werden. Ja, es gibt Hass im Netz von beiden Seiten. Aber diese Aktionen sehen für mich eher wie Maßnahmen zur Rückgewinnung der Deutungshoheit aus.

Herzliche Grüße
Peter Weber


3. Leserbrief

Liebe Redaktion der nachdenkseiten, sehr geehrter Herr Berger,
 
als ich Ihren Beitrag über den Corona-Bürgertalk gelesen hatte und mir danach die Twitter-Kommentare, war ich nur noch fassungslos!!

Wie viel Hass steckt in diesen Menschen? Jetzt ernten wir das, was die Medien und Politiker seit Anfang der Corona-Krise gesät haben. Wir stecken voll im psychologischen Krieg, wie sich das eine CIA oder das FBI bei COINTELPRO nicht besser hätten ausdenken können!!

Im Übrigen, um nochmal auf die Twitter-Kommentare zu sprechen zu kommen, sehe ich dort mehrere Straftatbestände erfüllt:

  • Üble Nachrede § 186 StGB
  • Verleumdung § 187 StGB
  • Volksverhetzung § 130 StGB
  • Beleidigung § 185 StGB

Und gerade der Tatbestand der Volksverhetzung ist entscheidend, da in dem Twitter-Chat offen zum Hass aufgewiegelt und aufgestachelt wurde!!
 
Viele Grüße
Torsten Miertsch


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger, 
 
es gibt für mich zu Ihrem Artikel nichts hinzuzusetzen, ausser, daß mir schwer Angst ist, wohin dieses Land, und auch so viele andere, treiben. 
 
Mir ist gestern zusätzlich richtig schlecht geworden, als ich das Kampagnen-Plakat des Berliner Senats sah:
 
bz-berlin.de/berlin/debatte-um-mittelfinger-masken-kampagne-des-berliner-senats
 
Das darf doch wohl nicht wahr sein. Sind die denn noch ganz bei Trost? 
Das hatten wir schon einmal, nämlich bei den Nazis, jawohl, ICH SAGE ES LAUT: das sind faschistische Propagandamittel, nämlich alle, die nicht auf Linie sind, zu beschimpfen. 
Und das tut nicht einer dem anderen an, sondern dazu ruft der Staat auf, und deswegen wage ich den Vergleich mit den Nazis. Als die Nazis offiziell auf die Juden schimpften, schlecht über sie sprach, dann ging die Hetzjagd los, war ja nicht nur erlaubt, diesen Menschen Böses anzutun, wurde ja sogar als gut und richtig erklärt. 
 
Um Himmels Willen, stopp endlich jemand den Wahnsinn! Das geht doch demnächst in die nächste Phase sonst. 
Wir sind schon viel zu weit gelaufen, es ist schon 5 nach 12 mit diesem Aufruf des Berliner Senats. 
 
Stellen Sie sich vor, sich würde DAS mit einem Polizisten machen – das ist Beamtenbeleidigung, das geht ja wohl nirgendwo. 
 
Ich glaube langsam nicht mehr, was ich hier sehe. Diese Welt steht Kopf. 
Zurück zum Start in SAchen Corona – sofort und alle. Neu bewerten, was nötig ist, ob etwas nötig ist und dann langsam weiterlaufen bitte. 
 
Mit freundlichen Grüssen
E. Richter


5. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

ich würde Ihren Kommentar zu diesem exemplarisch interessanten Beitrag gerne um meine Gedanken ergänzen,

denn Margarete Stokowski scheint idealerweise eine Schicht von akademisch gebildeten Weiterbildungs- und Informationsfernen zu verkörpern. Einstmals (aus)gebildet im zweifeln, recherchieren und hinterfragen, in einer neugierigen Zeit sozialisiert, habe diese Mittelschichtler offenbar ihre Fähigkeiten an den Kassen des bürgerlich eingerichteten Wohlstandsalltags abgegeben, völlig unabhängig von politischen Überzeugungen. Es ist in diesen Fällen nicht möglich einen Dialog oder gar Diskurs zum (leider) beherrschenden Thema der Zeit zu führen. Was würde mit diesen blockierten Geistern passieren, wenn es um Krieg oder Frieden in der Diskussion geht? Wo und wann werden durch derart eingeengte Persönlichkeiten täglich verantwortungsvolle Entscheidungen mit Wirkung auf die Gesellschaft getroffen? Ist hier Angst der überschreibende Faktor gegenüber dem natürlichen Zweifel? 

Auch ist eine Spaltung jahrzehntelanger Freundschaften in diesen Schichten zu erleben, allein an der Frage ob man (an dem derzeit per Regierung gesagten) zweifeln darf? 

Nach den Wochen der Kenntnisnahme dieser Entwicklung hatte ich für mich, und das Phänomen in der Gesellschaft, nach einer erhellende Antwort gesucht, und auf eine Art Erwachen gehofft. Aber heute scheint mir, alles wird schlimmer und verhärtet sich, so auch die Gespräche.

Vielleicht ist die sogenannte intellektuelle Mittelschicht gar keine, sondern es sind einfach nur Menschen die aufgrund Ihre rLebensumstände besser durch die Bildungs-Pipline nach oben gerutscht sind, aber schlicht keine Vorraussetzungen für kritische denken besitzen.

Vielleicht sollten wir aufhören, diesen Menschen ein Prädikat , wie Mittelschicht, Bildungsbürgertum o.a. zuzugestehen, es sind einfach verängstigte Normalos in Panik, mindestens mit dem gängigen menschlichen Denunziantentum ausgestattet. 

Beste Grüße
Stefan Laubereau 


6. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

vielen Dank für den Hinweis auf die Sendung, die sich überraschend positiv von dem abhebt, was ich zum Thema Corona vom WDR sonst erlebe. Vielen Dank auch an die Moderatorin Bettina Böttinger, die den Umfang des Shitstorms eventuell nicht geahnt hat, den die Sendung hervorgerufen hat. Das monatelange Verbreiten von Angst hat scheinbar dazu geführt, dass etliche Menschen es nicht aushalten, wenn über Abweichungen vom Mainstream auch nur geredet wird. Das macht mir wirklich Angst.

Viele Grüße
Joachim Wieck


Die Zugriffe bei den NachDenkSeiten wachsen. Die Arbeit wächst. Und auch der Aufwand. Wir bitten (auch) unsere neuen Leserinnen und Leser um Unterstützung.
Das geht so …


7. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

ich gehöre keiner der sogenannten Communities an und bin daher völlig unbedarft, was die Rhetorik innerhalb dieser neumodischen Klone betrifft. So gesehen bedanke ich mich artigst für den Snapshot, der mir einen kleinen Einblick in die Kultur der neuen Kommunikationskanäle gewährt.

Zum Thema an sich. Aufregend sollten doch eigentlich nicht mehr die Fallzahlen oder Positivenraten sein, welche ja nicht einmal die Erkrankungen oder Todesfälle reflektieren und schon gar nicht die Befindlichkeiten der Bürger. Wirklich interessant ist doch eigentlich, welche Sau seit Monaten durch die politische Arena getrieben wird. Einen Aspekt davon beschreibt Professor Wolfgang Merkel in einem Zeit-Online-Interview wie folgt : „In einer freien, demokratischen Gesellschaft sollte es so wenige Verbote geben wie nötig und möglich. Was wir seit Beginn der Corona-Krise aber beobachten, ist ein Überbietungswettbewerb im Verbieten. Ein Wettlauf um die härteste Linie. Umfragen belohnen diejenigen, die die meisten Verbote fordern.“

Da fragt man sich schon, was hier vor sich geht, wenn ein großer Teil der Bevölkerung dieses Spiel mitmacht und wenn diese Gangart der Politik die Position der Hardliner in diesem Überbietungswettbewerb auch noch stärkt. Die meinen wohl wirklich, sich damit in eine politisch vorteilhafte Position bringen zu können, so ein Jahr vor der Wahl. Es ist normalerweise vollkommen abstrus, mit Angsterzeugung und Verboten das Volk hinter sich zu scharen. Was ist das für ein merkwürdiges Volk, welches dazu noch klatscht?

Das Pandemiegeschehen an sich ist schon aufgrund der realen Zahlen und wie sie zustande kommen, vollkommen nebensächlich. Für die Politiker, leider nicht nur in Deutschland, ist es nur von Belang, die vorgegebene Agenda zu befolgen. Um zu wissen, was damit gemeint ist, mache man sich einmal die Mühe, beim Weltwirtschaftsforum nachzuschauen. Klaus Schwab, Gründer und Chef desselben ließ sich z.B. vernehmen: „Viele von uns fragen sich, wann wir wieder zur Normalität zurückkehren. Die kurze Antwort ist: nie.“ norberthaering.de/die-regenten-der-welt/boris-johnson-great-reset/ Welcher Zynismus verbirgt sich hinter diesen Worten? Die ILO geht davon aus, dass in der Folge der Corona-Maßnahmen 1,6 Mrd. Arbeitsplätze weltweit berührt sind und die Betroffenen ihre Existenzgrundlage verlieren, insbesondere in Asien, Afrika und Südamerika. Diese kennen nicht den Segen einer Arbeitslosenversicherung oder einer sonstigen sozialen Absicherung. Sollen diese Menschen verhungern? Ist das schon eingepreist?

Verschwörungstheorien sind es, wenn Du und ich das aussprechen. Kommen die Aussagen aber von den Lenkern dieser Welt selbst, gelten sie als visionär. Glücklicherweise kann man die Sprüche der üblichen Verdächtigen nachlesen und dahinter verbirgt sich die neue Normalität. Da traut sich kein Politiker aus der Reihe zu tanzen, nicht um den Preis seines Bedeutungsverlustes. Mich treibt um, wie man dieses Hintergrundwissen in das Bewusstsein der Menschen transformieren kann, damit sie eine Orientierung erhalten und wissen, wogegen sie aufbegehren müssen. Leider weiß ich es nicht und Antworten darauf werden wir im Debattenraum bei Frau Böttinger & Kollegen nicht erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Björn Ehrlich


8. Leserbrief

Guten Tag!

Sie haben mich aufmerksam gemacht auf die Sendung ARD extra, die sich kritisch mit der Informationspolitik der Medien auseinandersetzte. Ich habe diese Sendung dann auf facebook geteilt. Zu meinem großen Erstaunen wurde dieser Link dann als Falschinformation gekennzeichnet. Also eine offizielle Sendung der ARD zur Primetime!

Machen Sie weiter!

Viele Grüße
Klaus Versin


9. Leserbrief

Hallo zusammen,
 
ich habe am 8.10. kurz in die Sendung reingesehen und fand sie gut  und war überrascht über den Mut des WDR…

Deshalb habe ich gerade an den WDR geschrieben und habe mit geteilt, dass ich sehr erleichtert bin, dass sie sich in diesen üblen Zeiten langsam wieder an ihren journalistischen Auftrag erinnern.
Vielleicht ist das ja auch eine Idee, das zu kommentieren.
 
Viele Grüße Helga Lönze


10. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

vielen Dank für diesen wichtigen Artikel.

Diese Umkehrung des Sich-nicht-medial-vertreten-gefühlt-Werdens kann ich leider nicht ganz ohne Häme wahrnehmen. Der Übermedien-Artikel ist hierfür das beste Beispiel, und Autor Axel Grantl war, so nebenbei festgestellt, Autor für “Extra 3″. Bezüglich Corona”leugnern” hätte er wahrscheinlich gerne noch den ein oder anderen diffamierenden Gag beigesteuert. Gleichzeitig verschärft sich wieder der Ton gegen jede Form von Kritik an den Maßnahmen auf den allseits bekannten Niggemeier-Portalen, wo doch zwischendrin immer mal wieder in Zwischentönen gesprochen wurde. Das ist wohl mit der zweiten Welle wieder nichts wert, wenn die Rekordzahlen eine zweite Welle von Panikattacken hervorbringen.

Es ist mir sowieso unverständlich, wie man journalistische Neutralität, die Frau Böttinger in der Sendung vorbildlich repräsentiert, solche Beißreflexe auslösen kann – wo doch immer behauptet wird, alle anderen Kollegen würden doch differenziert berichten. Mit diesem Artikel hat sich Herr Grantl schlicht entblößt und versucht, mit Zählen der interviewten Gäste ein Ungleichgewicht zu seinen Ungunsten herbeizuzaubern. Die Opferrolle á la AfD kann die “Lockdown-Fraktion” also auch…

Ob die Meinungsgewichtung der Gäste repräsentativ ist, kann man schlecht einordnen. Doch dürfte der WDR nicht ohne Vorkenntnisse Gäste zu sich einladen, und da ich die Gegenmeinungen nicht als “Geschwurbel” wahrgenommen hatte, sollte dem WDR Dank ausgesprochen werden, hier auch Kritiker zu Wort kommen zu lassen. Die guten Ansätze könnte sich auch Herr Niggemeier und Kollegen gerne mal zu Herzen nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
S.W.


11. Leserbrief

Liebe Nachdenkler!

Auch die WDR5-Sendung “Tagesgespräch” vom Dienstag 13.10. war solch ein Ausrutscher/-reißer des WDR.

Das Thema war: 

Nur Corona: Welche Themen fehlen Ihnen?
Seit über einem halben Jahr gibt es fast nur ein Thema: Corona, Corona, Corona. Was kommt zu kurz? Welche Themen vermissen Sie? Ist es bedenklich, dass wir nur über Corona reden? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!
Gast: Prof. Dr. Wolfgang Merkel, Direktor am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung Berlin (WZB)

wdr.de/radio/wdr5/sendungen/tagesgespraech/tg-dreizehnter-oktober-102.html
mit Download-Link

Ich glaubte, meinen Ohren nicht trauen zu können.
Sehr schön der Hörerkommentar 156 zu Rundfunk-Moderatoren.

Mit freundlichen Grüßen
Horst Stichtenoth


12. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

schönen Dank für den auch methodisch gut aufbereiteten Beitrag (mit Sendung auf Video und einigen Shitstormbeispielen) zu dem Bürgertalk. Ich habe diese Sendung wie leider viele andere Zuschauer aufgrund der großen Programmvielfalt nicht gesehen. Solch ein Talk müsste zur Hauptsendezeit in einem der Hauptprogramme kommen, damit er auch ohne Netz von mehr Menschen erreicht wird, nämlich gerade auch von jenen, die herablassend auf Internetinformationen schauen und sich lieber nur vom Mainstream berieseln lassen. Während man die Coronakritiker bei Demos und im Netz gerne als Verschwörungstheoretiker beschimpft, ist dies bei Bürgertalkkritikern nicht so ganz einfach, weil ja eine abweichende Meinung im Fernsehen eben nicht üblich und somit etwas besonderes ist. Der obrigkeitstreue Bürger merkt ja jetzt, dass es eine Abweichung von der vorgegebenen Meinung nicht nur im Internet und bei Demos gibt.  Im Gegensatz zu den üblichen Talkshows kamen hier beide Seiten zu Wort. Sonst werden ja meist gezielt nur solche Gäste eingeladen, die halt die erwünschte Ansicht vertreten. Und wenn dann jemand doch mal eine andere Position vertritt, befindet er sich dabei gleich in der Minderheit. Die Moderatorin Bettina Böttinger hat sich in dieser Sendung wacker geschlagen, denn sie hat beide Seiten gleichermaßen behandelt  und nicht wie Maybrit Illner, Sandra Maischberger, Anne Will oder der manchmal arrogant ja sogar zynisch wirkende Frank Plasberg nur für eine Seite Partei ergriffen. Nun kann man vielleicht sagen, dass sich für diesen Bürgertalk mehr Gegner als Befürworter der Coronamaßnahmen beworben haben, damit  im Fernsehen auch einmal die Einseitigkeit des politischen und medialen Vorgehens durchbrochen wird. Dem steht aber gegenüber, dass auch bei den künftigen üblichen Gesprächsrunden (Hart aber fair, Anne Will, Maischberger und Maybrit Illner) durch die Auswahl der Gäste weiterhin für die übliche Einseitigkeit gesorgt wird. 
 
Mit freundlichem Gruß
Harald Pfleger


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